Warum schreibe ich diesen Blog?

„Ich habe einmal gesagt: Handle stets so, dass die Anzahl der Möglichkeiten wächst. Das ist mein ethischer Imperativ, wobei allerdings wieder der falsche Eindruck entstehen könnte, auch ich wolle andere herumkommandieren. Das war also etwas schlampig formuliert. Besser wäre es gewesen, wenn ich geschrieben hätte: „Heinz, handle stets so, dass die Anzahl der Möglichkeiten wächst.“ […]
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„Ich habe einmal gesagt: Handle stets so, dass die Anzahl der Möglichkeiten wächst. Das ist mein ethischer Imperativ, wobei allerdings wieder der falsche Eindruck entstehen könnte, auch ich wolle andere herumkommandieren. Das war also etwas schlampig formuliert. Besser wäre es gewesen, wenn ich geschrieben hätte: „Heinz, handle stets so, dass die Anzahl der Möglichkeiten wächst.“ (von Foerster, Heinz/Pörksen, Bernhard: Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners. Gespräche für Skeptiker. 2. Aufl., Heidelberg 1998, S. 36)

Ich bin Mutter dreier Kinder, Bildungswissenschaftlerin und befinde mich gerade in Weiterbildung zur systemischen Beraterin. Elternsein empfinde ich in vielerlei Hinsicht als Balanceakt. Zwischen den Ansprüchen der Arbeitswelt und der Familie, zwischen eigenen Bedürfnissen und denen des Kindes/ der Kinder. Zwischen dem Paarsein und Elternsein, zwischen alten und neuen Rollenbildern. In unserer individualisierten Gesellschaft gibt es keine eindeutigen Vorbilder des Elternseins mehr. Als Eltern haben wir die Aufgabe, selbst unseren Weg zu finden. Auf diesem Weg kann es sehr einsam sein, so z. B. im ersten Jahr mit dem dem Baby, wenn plötzlich die Arbeit/ Ausbildung/ Studium wegfällt und der Alltag aus 24 Stunden Babyfürsorge besteht. Wenn Freundschaften nicht mehr so leicht erhalten werden können, weil die Zeitfenster schwinden, die Themen auseinandergehen.

Wir alle sind als Eltern auf dem Weg. Wir machen alle unsere Fehler, haben jeweils unsere ganz persönliche Brille auf, mit der wir die Welt betrachten. Die eine Brille ist nicht schlechter als die andere, sie ist einfach nur anders. Anders, weil andere Erfahrungen dahinter stehen. Nur durch den Austausch mit anderen gewinnen wir Perspektiven dazu. Dafür ist dieser Blog da. Er soll die Anzahl deiner Möglichkeiten, die Welt zu sehen und zu handeln, vergrößern. Je mehr Möglichkeiten wir haben, desto besser sind wir für den Balanceakt als Eltern gewappnet. Desto leichter fällt es uns, in unsere innere Balance zu finden. Und wenn wir Menschen haben, die mit uns gehen, können wir leichter auch mal Neues ausprobieren. – Mutig sein – Aus gewohnten und eingefahrenen Mustern ausbrechen.

Schreib mir doch in die Kommentare am Ende des Beitrags, welche Themen dich als Eltern beschäftigen. Wo strauchelst du und wünschst dir neue Wege oder Menschen, die mit dir gehen? Wann verlierst du deine innere Balance? Was hilft dir, dein Gleichgewicht als Mutter oder Vater wieder zu finden?

In diesem Sinne wünsche ich dir und mir einen tollen Blogstart.

Deine Maria.

Mehr zu dem Kybernetiker Heinz von Foerster unter: https://www.zeit.de/1998/04/Wahrheit_ist_die_Erfindung_eines_Luegners

 

Über Elternbalance

Hallo! Ich bin Maria. Im Jahr 2011 wurde mein Leben plötzlich durch den Tod meines Bruders aus seiner geregelten Bahn geworfen. Die Geburt meines Sohnes kurz darauf ließ mir wenig Zeit, um durch meine Trauer zu gehen. Ich jonglierte meine Gefühle zwischen Verzweiflung und Überforderung, um mein Kind vor der Belastung zu schützen. Auf diesem Weg brauchte ich lange, um meine Überlastung der trauernden Schwester und liebenden Mutter auszubalancieren. In dieser Zeit hätte ich mir eine Trauerbegleitung durch eine ruhige, einfühlsame Person gewünscht, die mir mit einem offenen Ohr und Herzen einen leichteren Weg ebnet.

Mein Herzenswunsch ist es, dir und anderen Eltern zu helfen, der Trauer Raum zu geben und dadurch zu erkennen, dass Trauer trotz des schmerzhaften Gewandes eine Freundin und keine Feindin ist. Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Trauerprozess haben mir gezeigt, dass es möglich ist, inneren Frieden mit einem schmerzhaften Verlust zu finden. Ich möchte meine Ruhe und Zuversicht auf dich ausstrahlen lassen und begleite dich einfühlsam und lösungsorientiert.

Der erste Schritt ist leicht!

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20 Min. Kennenlernen

In einem ersten kurzen Gespräch lernen wir uns unverbindlich kennen.

Termin vereinbaren

Wenn wir uns gut tun vereinbaren wir einen ersten Coaching-Termin.

Erstes Coaching

Gemeinsam finden wir die richtigen Wege zu deiner gesunden Balance.

Häufig gestellte Fragen

Ich bin seit dem Verlust so überfordert mit meinem Leben und kann nicht mehr so gut für mein Kind sorgen. Was kann ich machen?

Mache dir bewusst, dass du in einer Ausnahmesituation bist und schaue mit einem liebevollen Blick auf dich und deine Überforderung. Bitte um Hilfe.

Wie kann ich mit der puren Verzweiflung umgehen, die mich immer wieder überkommt?

Lass die Verzweiflung und den Schmerz da sein und sei gewiss, dass jeder bewusst wahrgenommene Schmerz zur Heilung deiner Wunde beiträgt.

Wie lange sollte die aktive Trauerphase anhalten?

Ich verstehe Trauer als dynamischen Prozess, der individuell sehr unterschiedlich verläuft. Dieser Prozess braucht kein "sollte" und "müsste", sondern stattdessen die Freiheit sich so zu entfalten wie es für dich passend ist.

Ich habe keine Zeit für meine Trauer, wie kann ich die Trauer in mein Leben integrieren?

Schaffe dir Mini-Trauer-Oasen, in denen du allein bist und dir bewusst Zeit für deine Trauer nimmst.

Wie gehe ich damit um, wenn Andere unbedarft nach dem verstorben Menschen fragen und mich das vollkommen aus dem Konzept bringt?

Überlege dir vorher einen kurzen Satz, den du in dieser Situation sagen willst. Alternativ: Renne weg so schnell du kannst!

Was ist eine normale Trauerreaktion beim Kind?

Kinder zeigen sehr unterschiedliche Trauerreaktionen wie z.b. Wut, Einschlafstörungen, das Zurückfallen in eine frühere Entwicklungsstufe oder sie sagen nichts mehr.